Spreeder | DC Super Hero Girls: Hero Of The Year (2016) | Fear the Walking Dead Flight 462 S01 COMPLETE 720p WEBRip x264 AAC2 0-FGT

EU-Urteil zum Streaming: Droht Kinox.to-Nutzern jetzt eine Abmahnwelle?

Urheberrechtsverletzungen neu geregelt

Maurice Ballein - Profilbild
von Maurice Ballein
Teilen

Der Europäische Gerichtshof hat ein neues Urteil bezüglich illegal verbreiteter Streams von Kinofilmen oder auch Bundesligapartien über Portale wie Kinox.to gefällt. Dieses besagt, dass der Konsum jener Streams eine Rechtswidrigkeit darstellt. Droht eine neue Abmahnwelle?

Der EuGH hat ein neues Urteil gefällt, welches sich auch auf das Streaming illegaler Inhalte auswirkt.
Der EuGH hat ein neues Urteil gefällt, welches sich auch auf das Streaming illegaler Inhalte auswirkt.

Wer illegal im Internet bereitgestellte Serien, Kinofilme oder auch Sport-Events wie die Fußball-Bundesliga schaut, begeht eine Urheberrechtsverletzung. Das hat kürzlich der EuGH entschieden. Stein des Anstoßes ist ein Streaming-Player, der über eine niederländische Webseite vertrieben wurde. Dieser stellt via sogenannter Add-Ons Linksammlungen bereit, die unter anderem auf illegale Streaming-Portale weiterleiten. Eine hiesige Antipirateriorganisation hatte eine Unterlassungsklage gegen entsprechende Verbreitung vor Gerichteingereicht.

Obwohl sich das gefällte Urteil auf beschriebene Hardware bezieht, geht der unter anderem auf Urheberrechtsverletzungen spezialisierte Anwalt Christian Solmecke davon aus, dass die gefällte Entscheidung auch auf das Streaming bei Kinox.to und vergleichbare Portale übertragen werden und entsprechende Auswirkungen haben kann. Wer also in Zukunft Kinofilme, Serien oder ein Bundesligaspiel über illegale Quellen streamt, verhält sich rechtswidrig, oder anders formuliert, begeht eine Straftat.

"Die Richter gehen im Kern davon aus, dass sich Nutzer immer dann illegal verhalten, wenn sie von der Rechtswidrigkeit des verbreiteten Streams Kenntnis hatten oder diese hätten haben müssen." Christian Solmecke, Rechtsanwalt

Ist nun eine neue Abmahnwelle zu befürchten?

Wer eine Straftat wissentlich begeht, muss entsprechende Konsequenzen einkalkulieren. Doch ist nach dem Urteil des EuGh nun mit einer neuen Abmahnwelle zu rechnen? Den Einschätzungen Christian Solmeckes zufolge nicht. Begründen tut er dies mit der Tatsache, das Nutzer illegaler Streams nur über die IP-Adresse zurückverfolgt werden kann, die jedoch meist nur vom Portal selbst eingesehen werden kann und in der Regel nicht gespeichert wird.

Allerdings hat die Vergangenheit gezeigt, dass Ordnungshüter Server von illegalen Streaming-Portalen überprüft haben. Premiumnutzer, die Geld für derartige Portale investieren, seien dabei deutlich einfacher zu identifizieren. Die finanziellen Folgen, mit denen man bei illegalen Streaming-Vergehen zu befürchten hat, halten sich allerdings in einem überschaubaren Rahmen. So sind die Abmahnkosten im Privatbereich seit einiger Zeit auf maximal 150 Euro gedeckelt. Der zu zahlende Schadenersatz für überführte Streaming-Sünder beläuft sich beispielsweise auf fünf bis zehn Euro pro Film.

Seid ihr euch nicht sicher, ob ein Portal legal oder illegal ist, hilft euch folgende Galerie weiter.

Vorsicht bei diesen Streaming-Portalen!

Zur Galerie
Bei neuen Artikeln zu Streaming-Portale benachrichtigen?Nein, Danke

Das könnte dich auch interessieren

Informationen zum Artikel

Dieser Artikel wurde mit den Schlagworten Video-Streaming & Filme streamen, Illegal und Filesharing versehen.

Links zum Artikel

zur
Startseite

zur
Startseite